Ein kurzer Ausflug mit fatalen Folgen

Vor kurzem haben wir von einer echt üblen Geschichte erfahren, wie es durch einen Fahrfehler zum Motorschaden kam.
Der Skipper eines 8 Meter Motorbootes machte eine Tagestour mit Familie in seinem Heimatrevier. Zum Kaffeetrinken wollte man an einer ganz bestimmten Stelle nahe des Ufers Ankern und ein bis zwei Stunden verweilen.
Bei einer Wassertiefe von nur noch 80 Zentimetern wurde dann der Z-Antrieb sicherhaltshaber nach oben gefahren. Der Motor wurde natürlich vorher abgeschaltet.
Nach Ende der Kaffeepause entschloss man sich wieder aufzubrechen. Der Antrieb wurde abgelassen und der Motor gestartet. Der Vorwärtsgang wurde eingelegt und man fuhr mit Standgas wieder zurück bis zur nächsten Schleuse.
Nach etwa 15 Minuten bemerkte ein Crewmitglied, dass es wohl stark nach verbranntem Gummi riechen würde. Kurze Zeit später kamen starke Rauchwolken aus dem Motorraum. Der Motor wurde sofort gestoppt und das Boot an der Spundwand befestigt.
Leider ließ sich der Motor nicht wieder starten – Kolbenklemmer – Zylinderkopfdichtung zerstört.

Was war passiert?
Der Fehler beruhte wohl darauf, dass der Z-Antrieb beim Ankern oben war. Es hat sich wohl durch abfliessendes Wasser eine Luftblase in Nähe des Impellers gebildet.
Da der Motor, mit später abgelassenem Antrieb, nicht höher als Standgas lief, wurde die Luftblase nicht entfernt und es konnte kein Kühlwasser den Motor erreichen.
Da nun auch unglücklicherweise der Temperaturwarner versagt hatte, überhitzte der Motor schließlich.

Was war der Fehler?
Nachdem der Z-Antieb wieder abgelassen wurde, hätte der Motor im Leerlauf eine höhere Drehzahl erfahren müssen damit die Luftblase abgebaut wird und das Kühlwasser wieder in Fluß gerät. Zudem hätte der Temperaturwarner mal gecheckt und repariert werden müssen.

Was sagte der Fachmann am Telefon?
Schraub sofort die Zündkerzen aus und sprüh eine komplette Dose Caramba in die Brennräume. Warte damit keine zwei Stunden.
Dann bring das Boot sofort zu mir.

Wie teuer war die Reparatur?
Alles in Allem hat der Fahrfehler etwa 4500,- EUR gekostet.

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Beitragsbild: © antonmatveev – Fotolia

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