Damals bestand die Aufgabe darin, ein älteres Boot von Passau nach Duisburg zu überführen. Diverse Gründe forderten eine zügige Entscheidung ob wir das Boot tatsächlich überführen könnten. Es war ein größeres Segelboot. Für die Berechnung der Distanz sollte Google Earth dienen. Bei der Ausarbeitung wurde schnell klar, dass es ein sehr mühseliges Unterfangen ist, die ganze Fahrtstrecke aus der Karte zu beziehen. Ausserdem bemerkten wir, dass es auf der Route sehr viele Schleusen gibt. Für Tiefgang und Durchfahrtshöhen fanden wir damals keine geeigneten Quellen. Aus diesen Gründen haben wir die Bootsüberführung damals abgesagt.
Aber als Programmierer hat uns die Aufgabenstellung nicht losgelassen. Wir begannen damit die Hauptflüsse in Deutschland zu digitalisieren und entsprechend aufzubereiten. Das Projekt wurde unter einem anderen Namen veröffentlicht und vorerst nicht weiter beachtet.
Nach einigen Monaten sprudelten die Routenberechnungen von vielen Usern in unsere Datenbank. Wir erkannten, dass es Zeit für einen Routenplaner von Wasserwegen war. Aus diesem, damals noch sehr rudimentären Ansatz heraus, entstand letztendlich der erfolgreiche Navinaut Routenplaner. Lesen Sie weitere interessante Beiträge in unserem Blog.
Auf die Digitalisierung der Wasserwege in Deutschland folgte die Aufnahme der Häfen und Schleusen in die Datenbank. 2017 waren wir dann mit Navinaut zum ersten Mal als Aussteller auf der Messe „Boot" in Düsseldorf vertreten. Dort bekamen wir sehr viel Feedback zu unserem neuen Programm und erkannten schnell, dass es auch eine Nachfrage zur Routenplanung von Wasserwegen in Holland und Frankreich gibt. Auch, dass die Durchfahrtshöhen und Schleusenzeiten eine wichtige zusätzliche Funktion seien könnten. In der Saison 2017 wurden all diese Funktionen mit ins Programm aufgenommen. Zur Messe „Boot 2018" konnten wir ein großes Update präsentieren – mit länderübergreifender Routenplanung und dem GPS-Tracker als Navi-Begleiter auf dem Wasser.
In den folgenden Jahren wurde Navinaut stetig erweitert: 2019 kamen Ausschlusspunkte für die Routenplanung hinzu, die Betonnung und Schifffahrtszeichen wurden auf der Karte integriert und aktuelle ELWIS-Meldungen zu Sperrungen und Störungen direkt auf der Route angezeigt.
Im Februar 2026 folgte eine komplette Überarbeitung von Navinaut. Die Karte wurde auf eine moderne 2D/3D-Ansicht umgestellt, die sich frei drehen lässt. AIS-Schiffspositionen, eigene POIs, Fotos zu Häfen und Schleusen, Live-Tracking und bis zu 10 Zwischenpunkte für flexible Routenführung und Rundtörns – all das macht Navinaut heute zu einem umfassenden Werkzeug für die Törnplanung und Navigation auf Binnengewässern. Aktuell sind über 27.000 Kilometer schiffbare Wasserwege in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Österreich im System enthalten.
Hinter Navinaut steht ein engagiertes Team aus Softwareentwicklern und Datenredakteuren. Die Entwicklung erfolgt komplett im eigenen Haus – von der Programmierung über die Digitalisierung neuer Wasserwege bis zur Pflege der Hafen- und Schleusendaten.
Genauso wichtig sind uns die vielen Navinaut Nutzer, die uns regelmäßig mit wertvollem Feedback versorgen. Dieses Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung ein – so können wir Navinaut Stück für Stück besser machen und hilfreiche Lösungen für Skipper und unsere Partner anbieten.
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